0

Hörgeräte Reinigung | Reinigungsbürste | IdO & HdO

Hörgeräte Reinigung der Hörhilfen!

Hörgeräte sind Mini-Hochleistungscomputer, die unauffällig am Hörorgan getragen werden. Sie erleichtern Menschen mit Hörverlust das Leben um einiges. Da sie schnell verschmutzen, sind zum einen der hygienische Aspekt und zum anderen die einwandfreie Funktionsweise der Grund, warum Sie die Hörsysteme täglich gründlich säubern sollten.

Die kleinen täglichen Begleiter sind bei Wind und Wetter nicht nur einer ständigen Belastungen ausgesetzt, sondern auch äusserst anfällig für Nässe, Unreinheiten, Körperflüssigkeiten und Bakterien. Durch Ablagerungen können sie verstopfen. Damit eine möglichst einwandfreie und lange Lebensdauer der Hörsysteme gewährleistet werden kann, ist es wichtig, sie regelmässig richtig zu pflegen und zu desinfizieren.

Lesen Sie hier, wie und womit Sie eine möglichst lange und einwandfreie Funktion Ihrer Hörgeräte fördern, wie Sie sie am sichersten aufbewahren und wie sie mit Ihren Mikrocomputern umgehen sollten.

Die gründliche Reinigung der Hörgeräte – Das sollten Sie wissen!

Bei Hörgeräten unterscheidet man im Allgemeinen zwischen zwei verschiedenen Modellen. Zum einen die Hinter-dem-Ohr- (HdO) und zum anderen die Im-Ohr-Hörgeräte (IdO). Nicht nur in der Trageform sind sie unterschiedlich, sondern auch die Säuberung wird unterschiedlich durchgeführt.

Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte

HdOs sind die bekanntesten und am häufigsten gewählte Bauform. Sie sind unauffällig und zugleich leistungsstark. Diese Hörgeräte eignen sich für jegliche Art von Hörverlusten, je stärker der Hörverlust, desto grösser und leistungsfähiger ist meistens der Mikrocomputer.

Wie reinigen Sie die HdO Produkte richtig?

Damit Sie lange etwas von Ihren Minicomputern haben und gut hören, ist eine regelmässige Säuberung wichtig. Die HdOs sind weniger empfindlich und können ganz einfach Zuhause gesäubert werden.

Das Gehäuse wird mit einem staubfreien Lappen abgerieben. Die Ohrpassstücke und Schirmchen sollten zusätzlich gesäubert werden. Zunächst sollten sie vom Hörer getrennt werden und im Anschluss mit einem Desinfektionsmittel abgerieben werden.

Generell gilt bei Hörgeräten, dass sie nicht mit Wasser gesäubert werden dürfen, um die Technik nicht zu beschädigen. Jedoch können Sie die Ohrpassstücke, nachdem Sie sie vom Rest getrennt haben, mit einer Reinigungstablette für einige Minuten ins Nasse legen, ohne mit einem daraus resultierenden Schaden rechnen zu müssen.

Womit säubern Sie Ihre Akustikhilfen?

Wichtig ist, dass sie nicht nass werden. Für das Gehäuse reicht ein staubfreies Tuch oder ein Stück Küchenpapier, welches Sie mit etwas Desinfektionsmittel befeuchten und es damit abreiben. Sollten hartnäckigere Verunreinigungen auftauchen, die sich mit dem Lappen nicht entfernen lassen, so hilft gegebenenfalls vorsichtiges Abbürsten mit einer feinfühligen Zahnbürste. Alternativ gibt es entsprechende Reinigungsstäbchen.

Wie oft sollten Sie Ihr Hörgerät reinigen?

Durch Ohrenschmalz (Cerumen) und Schweiss können sie schnell verunreinigen. Daher sollten, je nach Ausprägung der Schweissbildung, die Minicomputer häufiger gepflegt werden. Empfohlen wird, Ihre Hörgeräte täglich auf Verunreinigungen zu überprüfen und zu säubern.

Im-Ohr Hörgeräte (IdO)

Dies ist die seltenere Form eines Minicomputers, welcher aber ebenso wie der Hinter-dem-Ohr Hörapparat nahezu unsichtbar ist. Um eine optimale Trageform und eine vollständige Leistungsfähigkeit zu garantieren, nimmt der Hörakustiker einen Abdruck vom Gehörgang, um die Schale individuell anzupassen.

Wie reinigen Sie das Hörgerät richtig?

Die IdO-Artikel sind mit winzigen, elektronischen Bauteilen gefüllt und so gilt: Wo Strom fliesst, sollte Feuchtigkeit fernbleiben. Daher ist es hier sehr zu empfehlen, für die Pflege einen Hörakustiker aufzusuchen oder sich Produkte zur Säuberung anzuschaffen, die mit Ultraschall arbeiten.

Wollen Sie trotzdem die Pflege Zuhause vornehmen, sollten Sie sehr behutsam mit den winzigen Hightech-Systemen sein, um die darin eingebaute Mikroelektronik nicht zu beschädigen.

Womit säubern Sie Ihr Hörgerät?

Um die sensiblen Hörgeräte von Verunreinigungen zu befreien, sind weiche staubfreie Lappen oder spezielle Reinigungstücher zu empfehlen, welche Sie beim Fachmann erhalten. Empfehlenswert ist es, die entsprechenden Reinigungszubehör und die Methoden mit Ihrem persönlichen Ansprechpartner abzusprechen.

Wie oft sollten Sie Ihre Hörgeräte pflegen?

Da diese Hightech-Systeme stärkeren Belastungen ausgesetzt sind, müssen regelmässig gereinigt werden. Ein Filtersystem sorgt dafür, dass keine Bakterien in das Innere des Apparates gelangen können. Es ist empfehlenswert, auch dieses Filtersystem regelmässig auszutauschen.

Risiken bei der Säuberung

Die kleinen Helfer sind sehr empfindlich gegenüber äusseren Einflüssen. Aus diesem Grund sollten sie mit sehr viel Sorgfalt gepflegt werden. Generell sollten sie bei der Säuberung nie nass werden. Ausserdem ist es empfehlenswert, die Batteriefächer über Nacht zu öffnen, sodass die Mikrocomputer auslüften können. Benutzen Sie niemals Spülmittel, alkoholische Flüssigkeiten oder Reiniger mit aggressiven Substanzen.

Wodurch werden Hörgeräte verschmutzt?

Durch das regelmässige und häufige Tragen sind sie ständigen Verunreinigungen ausgesetzt. Sowohl Staubpartikel können sich jeden Tag legen, als auch Kosmetikprodukte, wie zum Beispiel Pflegeprodukte oder Cremes können die Schallausgänge Ihrer Hörgeräte verengen und Klangprobleme können als mögliche Folge auftreten. Aber auch Körperflüssigkeiten können die Ursache für Verstopfungen und Einschränkungen bei der Funktion Ihrer Hörgeräte sein.

Schäden durch Verunreinigungen

Schon minimale Verunreinigungen können die Mikrofoneingänge verengen und die Funktion des Hörgerätes massiv einschränken. Schmutz besteht aus kleinsten Partikeln, die für das menschliche Auge zunächst nicht sichtbar sind. Erst wenn der Schmutz sich häuft, wird er für den Menschen sichtbar. Haarlack oder Make-Up können die Lautsprecher verengen oder die Mikroeigänge verschliessen.

Verunreinigungen effektiv vorbeugen

Die alltäglichen Verschmutzungen sind ganz normal und können nicht verhindert werden. Dennoch können Sie die Verschmutzung reduzieren, indem Sie achtsam mit Ihren Hörgeräten umgehen. Nehmen Sie Ihre kleinen Helfer vor dem Baden, Föhnen, Schminken oder Schwimmen aus dem Lauscher.

Zudem sollten Sie, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, Ihre Hörgeräte nicht im Badezimmer oder in der Küche liegen lassen, denn Nässe und Kondenswasser können das Innere Ihres Hightech-Systems beschädigen. Ebenso ist nicht nur die richtige Reinigung ein wichtiger Punkt im Thema Pflege, sondern auch die Aufbewahrung spielt eine entscheidende Rolle.

Nach der Reinigung – Aufbewahren und Trocknen

Ebenso wichtig wie die Säuberung ist das Abtrocknen und Aufbewahren der Hörhilfen. Bevor Sie die einzelnen Teile des Mikrocomputers wieder zusammensetzen, sollten Sie alles abtrocken.

Warum trocknen lassen?

Dort wo die Mikrocomputer sitzen, beträgt die Luftfeuchtigkeit fast 100% und die Temperaturen liegen bei etwa 37 Grad Celsius. Diese Nässe sammelt sich in den Geräten und sollte regelmässig entfernt werden.

Ebenso kann Nässe im zusammengesetzten Hörgerät zu Mängeln und Fehlfunktionen führen und die Funktionsdauer stark reduzieren. Sollte der Apparat trotzdem einmal nass werden, darf es in keinem Fall mit einem Fön, auf der Heizung, in der Mikrowelle oder ähnlichem getrocknet werden. Durch die starke Hitze weichen die Plastikteile auf und verformen sich. Zusätzlich kann die Technik beschädigt werden.

Wie werden Hörgeräte richtig abgetrocknet?

Eine schonende Trocknung funktioniert mit einem Trockenetui oder mit einer Trockenbox, welche Sie beim Hörgeräteakustiker erwerben können. Dies sind Behälter, welche den Hightech-Systemen über Nacht die angesammelte Feuchtigkeit, sowie das Kondenswasser entziehen. Bevor Sie die Microcomputer in ein solches Etui legen, denken Sie daran, die Batteriefächer zu öffnen, sodass sie auslüften können.

Nach der Reinigung wieder Einsetzen

Besonders nach dem Duschen oder Waschen ist es wichtig, dass Sie zunächst Ihr Ohr und den umliegenden Bereich gründlich mit einem Handtuch abtrocknen. Achten Sie darauf, wenn Sie die Apparate nach dem erneuten Zusammenbauen wieder montieren wollen, dass die rechte Hörhilfe ins rechte gesetzt wird und die linke ins Linke.

Das jeweilige Hörgerät ist individuell auf die Hörleistung des entsprechenden Ohres angepasst. Meistens sind sie farblich markiert, um die Seiten leichter auseinander halten zu können. Gängig ist, dass die rechte Seite mit einer roten Markierung versehen ist und links mit blau. Sollten diese Markierungen an Ihrem Hörgerät fehlen, können Sie diese bei Ihrem Hörgerät-Fachmann problemlos nachrüsten lassen.

Sowohl beim Herausnehmen als auch beim Einsetzen empfiehlt es sich, eine weiche Unterlage auf den Tisch zu legen, denn sollte es aus der Hand fallen ist es beim Aufprall vor möglichen Mängeln geschützt.

Wie bewahren Sie Ihre Hörgeräte am sichersten auf?

Die Aufbewahrung empfiehlt sich in einer Trockenbox, diese trocknet Ihre Hörhilfe elektrisch und mit Hilfe von UV-Licht. Zu warme Lagerungsorte, wie zum Beispiel nah an einer Heizung oder Orte mit starker Sonneneinstrahlung, sollten vermieden werden.

Am besten geeignet sind trockene und saubere Orte, wie zum Beispiel eine Art Wandschrank, wo die Hörgeräte zusätzlich vor Staub und Stössen geschützt sind. Beachten Sie bei der Aufbewahrung ebenfalls Ihre Hörgeräte ausserhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren zu lagern, denn abgeschaltete Mikrocomputer senden hohe Töne, welche sensible Hunde irritieren könnten.

Auch wurden schon einige Geräte von Hunden zermalmt oder von Kleinkindern in den Mund genommen. Sollten Sie ihre Hörgeräte länger nicht nutzen, nehmen Sie den Akku heraus.

Reparaturen

Lassen Sie die Reparaturen einen Spezialisten tätigen. Öl, Wasser und Schraubendreher sind die Feinde eines jeden Hörgerätes. Sollten diese mit der Mikromechanik oder Elektronik in Kontakt kommen, können irreparable Schäden entstehen. Dringen Sie ebenso nie mit spitzen Gegenständen wie Schere, Nadel oder ähnlichem in das Hightech-System ein. Sollten Sie, trotz Reinigung, eine Einschränkung beim Hören feststellen, lassen Sie den Schaden fachmännisch überprüfen.

Ersatzbatterien und Akkus

Hörgeräte können nur mit der richtigen Ausstattung einwandfrei funktionieren, deswegen sollten Sie für Ihr Gerät nur bestimmte Hörgerätebatterien verwenden. Die Laufzeit hängt von ihrer Grösse und der Tragezeit des Apparates ab. Im Durchschnitt müssen die meisten Batterien nach 1-2 Wochen ausgetauscht werden. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, immer Ersatz auf Vorrat Zuhause zu haben und auf längeren Reisen an diese zu denken. Als Alternative können Sie anstatt Batterien einen Akku nutzen, der Ihnen nach dem Aufladen bis zu 24 Stunden Hörgenuss ermöglicht.

Pflege und Wartung

Aktuelle Artikel sind zum einen klein und unscheinbar aber in ihnen steckt moderne Hochleistungstechnik. Aktuelle Artikel finden Sie auch in unserem Shop Um sie vor äusseren Einflüssen zu schützen, sollten sie sorgfältig gepflegt werden. Legen Sie Wert darauf, dass Ihre Hände immer sauber sind, bevor sie das Gerät anfassen.

Ausserdem sind nicht nur zu warme Temperaturen schädlich für Ihr Hörgerät, sondern Kälte kann dem Gerät ebenso Schäden hinzufügen. Darum gilt, wenn Sie Ihre Ohren an kalten Tagen mit einer Mütze schützen, sichern Sie auch Ihre Hörgeräte.

Auch vor einem Röntgen, MRT oder CT müssen die Mikrocomputer herausgenommen werden. Zusätzlich zur täglichen Reinigung und richtigen Aufbewahrung, ist es wichtig, die Hörhilfen regelmässig bei Ihrem Fachmann mit professionellen Service warten zu lassen.

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem persönlichen Hörgeräteakustiker auf, wenn:

  • Sie Schmerzen, ein unangenehmes Gefühl oder ein Tinnitus nach dem Einsetzen oder während des Tragens verspüren.
  • Sie die Verunreinigungen nicht mehr eigenständig aus den kleinen Öffnungen Ihres Gerätes entfernen können.
  • Es fängt an zu pfeifen und die Lautstärke nicht mehr regulierbar ist.
  • Ihr Computer einen Schaden durch einen Aufprall genommen hat.
  • Sie trotz Tragen des Minicomputers das Gefühl haben, Ihr Gehör wird schlechter und der Hörverlust ist wieder spürbar – lassen Sie einen neuen Hörtest machen.
  • Ihr Zubehör für die Reinigung aufgebraucht ist.